Echtzeitüberweisungen in weniger als zwei Sekunden
12. August 2024
Es kommt immer mehr Bewegung in den Zahlungsverkehr in Europa: Die European Payments Initiative (EPI) hat mit der Wero-App eine Wallet gestartet. Hiermit können Privatpersonen und Unternehmen digital Geld verschicken und annehmen. Die EU wiederum forciert den digitalen Euro und Echtzeitüberweisungen. Höchste Zeit für Banken, zu handeln.

Die Fachleute für Zahlungsverkehr stehen in den Startlöchern. Sie wissen: Die Autonomie Europas im Zahlungsverkehr muss und wird gestärkt werden. Ob sich am Ende der digitale Euro oder die EPI durchsetzen kann, wird sich zeigen. Was sicher ist: Nach dem Beschluss des EU-Parlaments führt an Echtzeitüberweisungen in Zukunft kein Weg mehr vorbei.
Systeme sind in vielen Fällen nicht auf Instant Payments ausgerichtet
Nur: Nicht alle Banken sind startklar. Der Bank-Verlag hingegen ist gerüstet. Sein E-Banking-Experte Armin Müller sagt: „Instant Payment setzt darauf, dass die Systeme hochverfügbar sind. Das heißt, jede Transaktion muss 24/7 innerhalb von höchstens zehn Sekunden durchgeführt sein. Darauf sind die gängigen Core-Banking-Systeme nicht ausgerichtet.“ Das zu ändern wäre für fast alle Institute nicht nur hochkomplex und langwierig, sondern auch teuer.
Doch die Zeit drängt. Ab Anfang 2025 müssen Banken nicht nur für eingehende Sofortzahlungen gerüstet sein, sondern auch für eine tägliche Embargoprüfung gegen den Kontobestand. Weitere neun Monate später müssen sie aktive Sofortzahlungen bieten. Laut Müller wird damit ein Stein ins Rollen kommen: „Ich bin sicher, dass Echtzeitüberweisungen dann schnell zum Standard werden. Die heute normale SEPA-Überweisung wiederum wird damit von der Regel zur Ausnahme.“
Echtzeitüberweisung im Zahlungsverkehr: Der Bank-Verlag ist bereit
Der Bank-Verlag hat bereits alle Vorkehrungen getroffen, damit Banken am Echtzeit-Zahlungsverkehr teilnehmen können. Erste Institute sind schon am Start. Die angebotene Lösung sorgt für eine Realtime-Synchronisation in weniger als 1,5 Sekunden. Skalierbare Parallelverarbeitung ist kein Problem, da die Architektur auch für einen stark wachsenden Traffic ausgerichtet ist.
Gleiches gilt für die Einbindung von Instant Payment über Schnittstellen in die bestehende Infrastruktur der Institute. Armin Müller: „Mit unserer Lösung agieren wir als zentrale Schaltstelle im Echtzeit-Zahlungsverkehr. Wir checken über die Schnittstellen zum Beispiel die Stammdaten oder den verfügbaren Zahlungsrahmen und prüfen so, ob alles an der Transaktion korrekt ist. Dann lösen wir aus – alles in Sekundenschnelle.“
Bevor die Banken all das ihren Kund:innen bieten können, muss für die Anbindung an den Zahlungsverkehr in Echtzeit ein Projektzeitraum von drei bis sechs Monaten eingeplant werden. Umso wichtiger ist es, das Thema nicht weiter aufzuschieben. Müller: „PayPal zeigt, wie sich die Erwartung der Kund:innen entwickelt. Es ist schwer zu erklären, warum der Paketdienst schneller sein sollte als die entsprechende Überweisung.“
Die Fachleute für Zahlungsverkehr stehen in den Startlöchern. Sie wissen: Die Autonomie Europas im Zahlungsverkehr muss und wird gestärkt werden. Ob sich am Ende der digitale Euro oder die EPI durchsetzen kann, wird sich zeigen. Was sicher ist: Nach dem Beschluss des EU-Parlaments führt an Echtzeitüberweisungen in Zukunft kein Weg mehr vorbei.
Systeme sind in vielen Fällen nicht auf Instant Payments ausgerichtet
Nur: Nicht alle Banken sind startklar. Der Bank-Verlag hingegen ist gerüstet. Sein E-Banking-Experte Armin Müller sagt: „Instant Payment setzt darauf, dass die Systeme hochverfügbar sind. Das heißt, jede Transaktion muss 24/7 innerhalb von höchstens zehn Sekunden durchgeführt sein. Darauf sind die gängigen Core-Banking-Systeme nicht ausgerichtet.“ Das zu ändern wäre für fast alle Institute nicht nur hochkomplex und langwierig, sondern auch teuer.
Doch die Zeit drängt. Ab Anfang 2025 müssen Banken nicht nur für eingehende Sofortzahlungen gerüstet sein, sondern auch für eine tägliche Embargoprüfung gegen den Kontobestand. Weitere neun Monate später müssen sie aktive Sofortzahlungen bieten. Laut Müller wird damit ein Stein ins Rollen kommen: „Ich bin sicher, dass Echtzeitüberweisungen dann schnell zum Standard werden. Die heute normale SEPA-Überweisung wiederum wird damit von der Regel zur Ausnahme.“
Echtzeitüberweisung im Zahlungsverkehr: Der Bank-Verlag ist bereit
Der Bank-Verlag hat bereits alle Vorkehrungen getroffen, damit Banken am Echtzeit-Zahlungsverkehr teilnehmen können. Erste Institute sind schon am Start. Die angebotene Lösung sorgt für eine Realtime-Synchronisation in weniger als 1,5 Sekunden. Skalierbare Parallelverarbeitung ist kein Problem, da die Architektur auch für einen stark wachsenden Traffic ausgerichtet ist.
Gleiches gilt für die Einbindung von Instant Payment über Schnittstellen in die bestehende Infrastruktur der Institute. Armin Müller: „Mit unserer Lösung agieren wir als zentrale Schaltstelle im Echtzeit-Zahlungsverkehr. Wir checken über die Schnittstellen zum Beispiel die Stammdaten oder den verfügbaren Zahlungsrahmen und prüfen so, ob alles an der Transaktion korrekt ist. Dann lösen wir aus – alles in Sekundenschnelle.“
Bevor die Banken all das ihren Kund:innen bieten können, muss für die Anbindung an den Zahlungsverkehr in Echtzeit ein Projektzeitraum von drei bis sechs Monaten eingeplant werden. Umso wichtiger ist es, das Thema nicht weiter aufzuschieben. Müller: „PayPal zeigt, wie sich die Erwartung der Kund:innen entwickelt. Es ist schwer zu erklären, warum der Paketdienst schneller sein sollte als die entsprechende Überweisung.“
Zur Person

Armin Müller
Director Banking leitet den Bereich Markets – Banking bei der Bank-Verlag GmbH und verantwortet damit die Themengebiete Online-Banking für Privat- und Firmenkunden sowie PSD2-Drittdiensteschnittstelle und Instant Payments.

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Die EU hat ihr Digital-Omnibus-Paket veröffentlicht. Im Zentrum steht der Data Act sowie Anpassungen an der DSGVO bzw. GDPR. Wir besprechen im 4. Open-Finance-Stammtisch mit Expert:innen drängende Fragen für die europäische Datenwirtschaft.
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