Das Interesse an Wero als europäische Bezahllösung wächst
30. März 2026
Seit Sommer 2024 bietet Wero eine europäische Alternative zu PayPal, Apple Pay & Co. Chris Scheuermann von der EPI Company (European Payments Initiative) wird auf der Fachtagung Zahlungsverkehr der Zukunft einen Vortrag zum Thema halten – vorab berichtet er im Interview, wo Wero aktuell steht und was für die Zukunft geplant ist.
Seit Sommer 2024 bietet Wero eine europäische Alternative zu PayPal, Apple Pay & Co. Chris Scheuermann von der EPI Company (European Payments Initiative) wird auf der Fachtagung Zahlungsverkehr der Zukunft einen Vortrag zum Thema halten – vorab berichtet er im Interview, wo Wero aktuell steht und was für die Zukunft geplant ist.

Herr Scheuermann, Wero ist inzwischen in mehreren europäischen Ländern gestartet. Wie fällt Ihr Fazit zum aktuellen Stand aus?
Chris Scheuermann: Wir sind bei EPI sehr bewusst mit P2P-Zahlungen gestartet. Mit der Funktion „Geld senden“ wollten wir Wero als Marke etablieren und erste Nutzer:innen gewinnen. In Frankreich, Belgien und Deutschland haben bereits mehr als 25 Banken Wero integriert. Mit aktuell über 50 Millionen Nutzer:innen sind wir ebenfalls sehr zufrieden. Deutschland hat mit 7 Millionen Nutzer:innen (Stand März 2026) noch einen geringeren Anteil – doch auch hier sehen wir einen Aufwärtstrend. Durch die geopolitische Lage wächst das Interesse an einer europäischen Lösung.
Hinter Wero steht mit EPI eine große europäische Initiative. Was ist aus Ihrer Sicht das „Erfolgsrezept“, damit ein paneuropäisches Projekt funktioniert?
Chris Scheuermann: Wie bei jedem guten Rezept brauchten wir verschiedene Zutaten, die miteinander harmonieren. Das sind zum einen unsere 14 Anteilseigner, wie die Deutsche Bank, die ein hohes Engagement für die Vision von Wero zeigen. Dann hilft uns das enorme Interesse von Händlern, die eine Alternative zu amerikanischen Dienstleistern, wie PayPal, gut gebrauchen können. Und nicht zuletzt ist die große Basis an Nutzer:innen ein Teil unseres Erfolgs.
Was sind für Sie die größten Vorteile von Wero gegenüber anderen Bezahlsystemen?
Chris Scheuermann: Auf Händlerseite ist es natürlich das attraktive Preismodell von Wero. Zudem können sie sich aktiv bei der Weiterentwicklung von Wero einbringen und verringern ihre Abhängigkeit von einzelnen Bezahlsystemen. Für Nutzer:innen ist die direkte Anbindung an das Girokonto ein großer Vorteil. Keine Zugangsdaten und kein Geld, das als Guthaben zwischengelagert wird – alles passiert direkt in der Banking-App. Durch die sichere und bekannte Umgebung verringert Wero zudem Cyberkriminalität wie Phishing.
Mit dem Einstieg in den E-Commerce beginnt die nächste Entwicklungsstufe für Wero. Welche konkreten Funktionen sind aktuell für den Online-Handel geplant?
Chris Scheuermann: Die Akzeptanz bei Händlern haben wir bislang behutsam skaliert. Gestartet wurde mit klassischen Einmalzahlungen und „event-dependent Payments“, sprich es wird erst eine Zahlung ausgelöst, wenn der oder die Käufer:in die Ware in der Hand hält – zum Beispiel bei Click & Collect-Lösungen. 2026 sind einige neue Geschäftsvorfälle für den Online-Handel geplant. So soll Wero bald bei Abonnements wie Netflix hinterlegt werden können. Eine hohe Nachfrage haben wir von Händlern aus dem Lebensmittelbereich, die Wero in ihre eigenen Apps integrieren wollen – das sind erste Schritte in Richtung POS.
Worauf können sich Händler und Nutzer:innen in Bezug auf den POS darüber hinaus einstellen?
Chris Scheuermann: Letztendlich soll Wero alle Bezahlverfahren abdecken, die wir kennen. Im nächsten Schritt soll Wero über QR-Codes, zum Beispiel in Restaurants oder Cafés eingebunden werden. Ab 2027 wird Wero auch über NFC für kontaktloses Bezahlen verfügbar sein.
Stichwort europäische Souveränität: Wie sehen Sie die Rolle von Wero im Zahlungsverkehr?
Chris Scheuermann: Durch die politische Lage gewinnt eine europäische Bezahllösung immer mehr an Bedeutung. Banken, die zunächst zurückhaltender waren, werden jetzt aktiv. Die Nutzer:innen sind unserer Erfahrung nach langsamer, da sie sich erst über Reviews und Foren informieren. Wir wollen mit EPI einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, dass wir in Europa weniger abhängig von nicht-europäischen Bezahlsystemen werden. Deswegen treiben wir die Internationalisierung von Wero – neben Frankreich, Belgien und Deutschland – in Europa stark voran.
Herr Scheuermann, Wero ist inzwischen in mehreren europäischen Ländern gestartet. Wie fällt Ihr Fazit zum aktuellen Stand aus?
Chris Scheuermann: Wir sind bei EPI sehr bewusst mit P2P-Zahlungen gestartet. Mit der Funktion „Geld senden“ wollten wir Wero als Marke etablieren und erste Nutzer:innen gewinnen. In Frankreich, Belgien und Deutschland haben bereits mehr als 25 Banken Wero integriert. Mit aktuell über 50 Millionen Nutzer:innen sind wir ebenfalls sehr zufrieden. Deutschland hat mit 7 Millionen Nutzer:innen (Stand März 2026) noch einen geringeren Anteil – doch auch hier sehen wir einen Aufwärtstrend. Durch die geopolitische Lage wächst das Interesse an einer europäischen Lösung.
Hinter Wero steht mit EPI eine große europäische Initiative. Was ist aus Ihrer Sicht das „Erfolgsrezept“, damit ein paneuropäisches Projekt funktioniert?
Chris Scheuermann: Wie bei jedem guten Rezept brauchten wir verschiedene Zutaten, die miteinander harmonieren. Das sind zum einen unsere 14 Anteilseigner, wie die Deutsche Bank, die ein hohes Engagement für die Vision von Wero zeigen. Dann hilft uns das enorme Interesse von Händlern, die eine Alternative zu amerikanischen Dienstleistern, wie PayPal, gut gebrauchen können. Und nicht zuletzt ist die große Basis an Nutzer:innen ein Teil unseres Erfolgs.
Was sind für Sie die größten Vorteile von Wero gegenüber anderen Bezahlsystemen?
Chris Scheuermann: Auf Händlerseite ist es natürlich das attraktive Preismodell von Wero. Zudem können sie sich aktiv bei der Weiterentwicklung von Wero einbringen und verringern ihre Abhängigkeit von einzelnen Bezahlsystemen. Für Nutzer:innen ist die direkte Anbindung an das Girokonto ein großer Vorteil. Keine Zugangsdaten und kein Geld, das als Guthaben zwischengelagert wird – alles passiert direkt in der Banking-App. Durch die sichere und bekannte Umgebung verringert Wero zudem Cyberkriminalität wie Phishing.
Mit dem Einstieg in den E-Commerce beginnt die nächste Entwicklungsstufe für Wero. Welche konkreten Funktionen sind aktuell für den Online-Handel geplant?
Chris Scheuermann: Die Akzeptanz bei Händlern haben wir bislang behutsam skaliert. Gestartet wurde mit klassischen Einmalzahlungen und „event-dependent Payments“, sprich es wird erst eine Zahlung ausgelöst, wenn der oder die Käufer:in die Ware in der Hand hält – zum Beispiel bei Click & Collect-Lösungen. 2026 sind einige neue Geschäftsvorfälle für den Online-Handel geplant. So soll Wero bald bei Abonnements wie Netflix hinterlegt werden können. Eine hohe Nachfrage haben wir von Händlern aus dem Lebensmittelbereich, die Wero in ihre eigenen Apps integrieren wollen – das sind erste Schritte in Richtung POS.
Worauf können sich Händler und Nutzer:innen in Bezug auf den POS darüber hinaus einstellen?
Chris Scheuermann: Letztendlich soll Wero alle Bezahlverfahren abdecken, die wir kennen. Im nächsten Schritt soll Wero über QR-Codes, zum Beispiel in Restaurants oder Cafés eingebunden werden. Ab 2027 wird Wero auch über NFC für kontaktloses Bezahlen verfügbar sein.
Stichwort europäische Souveränität: Wie sehen Sie die Rolle von Wero im Zahlungsverkehr?
Chris Scheuermann: Durch die politische Lage gewinnt eine europäische Bezahllösung immer mehr an Bedeutung. Banken, die zunächst zurückhaltender waren, werden jetzt aktiv. Die Nutzer:innen sind unserer Erfahrung nach langsamer, da sie sich erst über Reviews und Foren informieren. Wir wollen mit EPI einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, dass wir in Europa weniger abhängig von nicht-europäischen Bezahlsystemen werden. Deswegen treiben wir die Internationalisierung von Wero – neben Frankreich, Belgien und Deutschland – in Europa stark voran.
Zur Person

Chris Scheuermann
Country Relationship Management Lead Germany bei der EPI Company
ist seit 2023 bei der European Payment Initiative und verantwortet dort die Betreuung der deutschen EPI Member. Vor EPI war Chris bei Anbietern im Bereich Open Banking, war vier Jahre bei PayPal Deutschland und davor Key Account Manager für die EZB bei der Software AG. Seinen Einstieg in die Branche hatte er Ende der 90er Jahre bei der zur Sparkassenorganisation gehörenden Star Finanz.
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